Muskelkater

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Muskelkater

Muskelkater kennt wohl jede und jeder und jede und jeder hat ihn sicher schon öfter gespürt. Sie auch? Hier lesen Sie, was ein Muskelkater ist.
 

 
 

Muskelkater: Was ist das?

Muskelkater tritt vermehrt auf bei ungewohnten Bewegungsabläufen und / oder intensiven Belastungen. Er wird vorzugsweise durch exzentrische Belastungen provoziert.

Eine exzentrische Muskelbelastung entsteht, wenn der Muskel während der Kontraktion gedehnt wird. Das passiert zum Beispiel, wenn Sie einen Berg runterlaufen, oder beim Krafttraining, wenn Sie das Gewicht wieder „ablegen“.

Bei starker Muskelarbeit entstehen ganz feine Risse in den kleinsten Muskelfasern. Die Micro-Verletzungen verursachen eine Entzündung. Wie bei jeder Entzündung entstehen dann Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen.
 

Muskelkater: Die Symptome

Typischerweise tritt der Muskelkater nie direkt nach dem Sport auf. Der Schmerz beginnt ein oder zwei Tagen nach dem Training und hält drei bis fünf Tage an.

Dieses Merkmal greift die englische Bezeichnung – Delayed Onset Muscle Soreness (DOMS) – auf.

Die betroffenen Muskeln sind steif, hart und druckempfindlich. Eine Anspannung des Muskels löst teilweise heftige Schmerzen aus, dadurch ist die Beweglichkeit der angrenzenden Gelenke eingeschränkt.

Ein Muskelkater kann die maximale Kraft eines Muskels um bis zu 30 Prozent verringern.
 

Muskelkater vorbeugen

Wenn Sie nicht durchtrainiert sind, sollten Sie Ihre Muskulatur möglichst nicht sofort zu stark und zu lange belasten. Steigern Sie die sportlichen Leistungen nur langsam und moderat .

Es scheint, dass Dehnungsübungen vor und / oder nach dem Training keinen Einfluss auf die Entstehung von Muskelkater haben.

Die Einhaltung der Aufwärmphase dagegen ist sehr zu empfehlen.

Ferner wird das Risiko für Muskelkater reduziert, wenn die Bewegungsabläufe bewusst und fokussiert ausgeführt werden.

Muskelkater behandeln

Ein Muskelkater ist an sich harmlos. Er hält höchstens einige Tage an und heilt von selbst aus, ohne bleibende Schäden zu hinterlassen.
Dennoch können Sie die Heilung unterstützen und sogar verkürzen.

Legen Sie eine Pause ein. Kein Training, keine Dehnungsübungen, keine extremen Belastungen. Wenn Sie wieder schmerzfrei sind, starten Sie mit einem leichten Training.

Sportmassage ist fehl am Platz. Knetungen würden die Muskelfasern unnötig beanspruchen

Ein Bad, nicht zu warm, eventuell mit ätherischen Ölen, kann wahre Wunder bewirken und die Heilung beschleunigen.
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Hier noch einige Fakten über Muskeln

Einige Zitate aus „Mensch in Zahlen – Wikibooks, Sammlung freier Lehr-, Sach- und Fachbücher“

Der Mensch hat insgesamt 639 Muskeln, davon etwa 400 Skelettmuskeln, deren Gewicht etwa 25–30 % des Körpergewichts entspricht.

Die Kaumuskeln entfalten eine bedeutende Kraft: im Schneidezahngebiet etwa 200 N, im Backenzahngebiet etwa 700–1000 N.

Die Tagesgesamtleistung unserer Muskulatur beträgt etwa 3 Megajoule, das entspricht der Arbeit eines Krans, der einen 6-Tonnen-LKW samt Anhänger 50 Meter hoch hebt.

Die verschiedenen Organe unseres Körpers enthalten unterschiedliche Wassermengen so z.B. die Muskeln: etwa 79 % der Organmasse.

Quelle: Mensch in Zahlen – Wikibooks, Sammlung freier Lehr-, Sach- und Fachbücher

 

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Beitragsbild: Orlando Florin Rosu – Fotolia
 

2017-03-03T08:31:49+00:008 Jul 2016|Massage|0 Comments

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