Haben Sie Cellulite – oder nur Fett? Teil 3

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Haben Sie Cellulite – oder nur Fett? Teil 3

 
 

Fettverbrennung

 
Die β-Rezeptoren interessieren uns ganz besonders, weil sie für die Fettverbrennung zuständig sind. Wenn Sie eine sportliche Aktivität ausüben, werden Sie Stresshormone ausschütten, zum Beispiel Adrenalin. Diese Stresshormone reizen die β-Rezeptoren und setzen die Fettverbrennung in Gang.
 
Damit dies funktioniert, müssen die β-Rezeptoren stärker sein als die α-Rezeptoren. Das ist nicht immer der Fall.
 
 

Cellulite: Birne (gynoid) und Apfel (android)

© doris_bredow – Fotolia.com


 
Die erste Bedingung, um beim Sport Fett zu verbrennen, ist also das Vorhandensein von genügend aktiven β-Rezeptoren.
 
Die zweite Bedingung ist: Diese β-Rezeptoren müssen empfindlich sein auf die Stresshormone.
 
Aber, wie wir jetzt wissen, gibt es je nach Körperstelle sowohl bei der Anzahl β-Rezeptoren als auch bei der Sensibilität auf Stresshormone grosse Unterschiede.

 

Fett im unteren Körperbereich (gynoid)

 
Die weiblichen Fettdepots um die Hüfte sind besonders hartnäckig. Selbst wenn der Adrenalinspiegel im Blut steigt, findet hier keine Lipolyse statt. Wenn eine gynoide Frau Sport treibt oder fastet (Adrenalin ist auch ein Hunger-Hormon), wird sie an dieser Stelle kein oder nur wenig Fett abbauen. Um das zu ändern bedarf es einer anderen Lösung.
 

Fett im oberen Körperbereich (android)

 
Das ist das Fett um den Rumpf, das man kneifen kann. Hier ist die Situation ein wenig anders. Bei Sport und Bewegung reagiert das Fett auf die Stresshormone – allerdings nur langsam, aber es reagiert.
 
Vorsicht: In diese Kategorie fällt auch das Fett von Busen und Wangen. Es schmilzt schon lange bevor die Taille schlanker wird! Aus diesem Grund verlieren viele Frauen ihre Motivation.
 

Bauchfett

 
Dieses Fett befindet sich hinter den Bauchmuskeln in der Bauchhöhle zwischen den Organen. Man kann es also nicht kneifen. Die Fachleute nennen es intraabdominales Fett oder auch viszerales Fett. Es gilt heute als der entscheidende Risikofaktor für Herzkrankheiten und Altersdiabetes. Das ist die schlechte Nachricht. Es gibt aber auch eine gute: Dieses Fett spricht sehr gut auf Sport und auch auf eine Ernährungsumstellung an.
 
Fazit: Die klassischen Fettzonen der Frau sprechen schlecht auf sportliche Aktivitäten an. Sie besitzen zu wenig aktive β-Rezeptoren, um die Fettverbrennung einzuleiten. Ist das Fett einmal installiert, reagieren diese Fettzonen nicht oder nur wenig auf Bewegung und Diät. Sie müssen also anders stimuliert werden. Sie fragen sich wie? Das werden wir bald sehen.
 
 
Nächster Beitrag: Die Cellulite kennen lernen

 

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2012-09-06T07:21:06+02:006 Sep 2012|Cellulite|0 Kommentare

Keine Kommentare

  1. Rainer 6. September 2012 um 14:42 Uhr - Antworten

    Mich würde noch interessieren, wie man ‚β-Rezeptoren‘ ausspricht? S-Rezeptoren, oder eher B-Rezeptoren?

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