Cellulite: Was Sie schon immer wissen wollten! Teil 1

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Cellulite: Was Sie schon immer wissen wollten! Teil 1

 

Es gibt kaum eine Frau, die sich nicht mit der Cellulite auseinandersetzen muss. Laut Statistik neigen 80 bis 90% aller Frauen – unabhängig vom Alter – zu Cellulite. Und, immer noch laut Statistik: Jede dritte Frau leidet stark darunter.
 
Gehören Sie dazu? Ja? Dann lohnt es sich weiter zu lesen.
 
 

Einführung

 
Die Cellulite hat keinen „Krankheitswert“. Aus diesem Grund sind die medizinischen Studien, die sich damit befassen, sehr selten. Hin und wieder wird die Cellulite in wenigen Zeilen (im besten Fall ein Kapitel) in Fachbüchern über Adipositas abgehandelt.

Die Cellulite breitet sich vorwiegend auf Hüften, Oberschenkeln und Gesäss aus. Sie kann aber auch, wenn auch seltener, auf Bauch, Oberarmen und Waden erscheinen. Cellulite kann in seltenen Fällen schmerzhaft sein, ist aber sonst völlig harmlos. Es handelt sich, einfach ausgedrückt, um ein „Sichtbarwerden“ des Fettgewebes unter der Haut. Statt schön glatt und schön geschmeidig, ist die Haut jetzt gewellt und hügelig. Es erscheint die typische „Orangenhaut“.
 
Für heutige Massstäbe sind diese Dellen unschön. Das war nicht immer so. Bilder und Skulpturen alter Meister zeugen davon, dass sich die Schönheitsideale im Wandel der Zeit stark verändert haben.

Die Cellulite ist erst in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts ein „Problem“ geworden. Die Röcke sind damals immer kürzer und die Hosen immer enger geworden. Gleichzeitig wurden die Models immer dünner. Frau musste also handeln.

Die Nachfrage der Frauen nach effizienten Behandlungen hat in den letzten Jahren dazu geführt, dass neue Erkenntnisse gewonnen und viele Fortschritte realisiert worden sind.

 

Wir wissen jetzt viel mehr über die Cellulite.

 

  • Wir wissen unter anderem, dass Cellulite und Übergewicht nichts miteinander zu tun haben. Eine schlanke Frau kann sehr wohl eine ausgeprägte Cellulite haben, während viele übergewichtige Damen sich über eine glatte Haut freuen.
  • Wir wissen auch, dass sich Cellulitefett stark vom Übergewichtsfett unterscheidet. Während Übergewicht sehr gut auf Diät und Sport reagiert, scheint die Cellulite dagegen immun zu sein. Das Phänomen kennen viele Frauen, die eine strenge Diät hinter sich haben. Sie verlieren Volumen und Gewicht viel schneller dort, wo sie es eigentlich nicht wünschen: Gesicht, Schulter und Brust schmelzen, aber die Cellulite auf Hüften und Oberschenkeln ist immer noch da! Kommt Ihnen das vielleicht bekannt vor?

 
Aber aufgepasst, das bedeutet nicht, dass Ernährung und Bewegung keine Rolle spielen würden. Im Gegenteil! Aber haben Sie noch ein wenig Geduld, auf dieses Thema werden wir zurückkommen.
 
 

Es sind heute einige Lösungsansätze im Sicht

 

  • Diverse Studien haben gezeigt, dass die tiefen Muskeln (die posturale Muskulatur), die ganz nah am Skelett liegen, viermal mehr auf die venöse Zirkulation einwirken als die oberflächige Muskulatur. Wir wissen, dass die Qualität der venösen Zirkulation eine wichtige Rolle spielt beim Wasserhaushalt im Gewebe. Daher hat sie auch einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Cellulite. Besonders interessant sind demnach alle Sportarten, die diese tiefen Muskeln beanspruchen. Wir werden später noch auf dieses Thema zurückkehren.
  • Wie bereits erwähnt sind Wasseranstauungen im Gewebe an der Entstehung der Cellulite beteiligt. Die Ernährung kann hier eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Heute kennen wir die Nahrungsmittel, welche das Zurückhalten des Wassers im Gewebe begünstigen.
  • Die Cellulite-Cremen sind heute wirksam! Später noch mehr dazu.
  • Auch die therapeutischen Möglichkeiten haben sich enorm weiter entwickelt und entscheidende Fortschritte gemacht.

 
 

Eine kleine Bemerkung noch…

 
Wir leben in einer Zeit, die von Zeitmangel geprägt ist. Oft vernachlässigen wir das „wie“ und das „warum“. Wir wollen einfach Ergebnisse, und zwar schnell. In vielen Bereichen mag dies eine gute Strategie sein. Im Bezug auf den eigenen Körper und seine Funktionen handeln Sie klüger, wenn Sie sich über die Hintergründe informieren. Sie werden Zeit gewinnen, indem Sie sich mehr Wissen aneignen. Und vor allem werden Sie einen grossen Schritt in die gute Richtung machen, nämlich die Lösung Ihres „Problems“.

Darum lade ich Sie ein, mehr über die Hintergründe des Phänomens Cellulite zu erfahren. Sie werden dann in der Lage sein, „Ihren Fall“ besser zu verstehen. Und – vor allen – werden Sie lernen, einen kritischen Blick auf die vielfältigen Lösungen der „Wunder Macher“ zu werfen.

Die Cellulite komplett los zu werden, und das auch für immer, ist eine Illusion. Die Cellulite reduzieren und bewirken, dass sie sich nicht hemmungslos ausbreitet, ist hingegen möglich.

Es liegt, wie so vieles andere auch, in Ihren Händen.
 
 

Ich will gleich zu Beginn mit einem Irrtum aufräumen

 
Viele Cellulite Ratgeber verbreiten die Meinung, Cellulite würde durch „Stoffwechselschlacken“ hervorgerufen, die sich im Unterhautfettgewebe ansammeln. Cellulite hat aber mit „Stoffwechselschlacken“ nichts zu tun. Wenn dies so wäre, könnte jeder Pathologe diese „Schlacken“ leicht nachweisen. Es ist aber meines Wissens noch nie gemacht worden. Finden Sie das nicht seltsam? 😉

Und noch etwas:
 
 

Cellulite oder Cellulitis?

 
Häufig wird auch der Name Cellulitis verwendet. Nicht nur von Laien, sondern auch von „Profis“. Das ist problematisch, weil die Endung „-itis“ in der Medizin immer eine entzündliche Krankheit beschreibt, wie zum Beispiel bei Arthritis (Gelenkentzündung) oder Appendizitis (Blinddarmentzündung). Aber wie Sie noch sehen werden, ist die Cellulite keine Krankheit, und sowieso keine Entzündung. Der Name Cellulitis (manchmal auch Zellulitis geschrieben) ist daher nicht korrekt.
 
 

Vorschau

 
Im nächsten Artikel werde ich Ihnen erklären, wie es zu Cellulite kommen kann. Zudem erfahren Sie, warum die Cellulite typisch weiblich ist. Bis nächste Woche!
 
Verwandte Artikel:
 

Cellulite: Was Sie immer wissen wollten!

 
Vorwort
 
Teil 1: Einführung
 
Teil 2: So kommt es zu Cellulite
 
Teil 3: Cellulite ist nicht gleich Cellulite
 
Teil 4: Cellulite und Sport
 
 

2014-05-15T12:35:16+02:002 Mrz 2012|Cellulite|0 Kommentare

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