Die Cellulite kennen lernen

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Die Cellulite kennen lernen

 
Die Cellulite ist zwar weit verbreitet, aber die wenigsten wissen was sie genau ist. Genaue Kenntnisse über die Cellulite sind unabdingbar, um sie endlich loszuwerden.
 

 
 

Die Cellulite unter Schloss und Riegel

Wie wir schon gesehen haben, ist die Cellulite fest eingeschlossen. Sie ist unempfindlich auf eine Diät und auch auf Bewegung. Fachleute nennen die Cellulite „Lipodystrophie“.

Die Wurzel Lipo ist griechisch und bedeutet Fett.
Dystrophie bezeichnet die fehlerhafte Entwicklung eines Gewebes oder eines Organes.

Die Cellulite ist also eine Veränderung der subcutanen Fettschicht, die als Orangenhaut sichtbar wird, wenn ein bestimmter Grad an Einlagerung erreicht ist.

Die Cellulite betrifft hauptsächlich Frauen

Laut Statistik haben 80 bis 90% der Frauen Cellulite. Zwei Gründe sind dafür verantwortlich:

Die weiblichen Hormone veranlassen die Fettzellen, Fett für eine zukünftige Schwangerschaft einzulagern.
Die Unterhaut oder Subkutis, in der diese Einlagerung stattfindet, weist bei Frauen eine ganz besondere Struktur auf.

Die Subkutis ist eine dünne Fettschicht unter der Haut. Sie ist unterteilt in kleine Kammern.

Bei Frauen sind die Trennwände (Septen) dieser Kammern parallel angeordnet.

Hormonell bedingt speichern die Fettzellen, welche in diesen Kammern eingeschossen sind, viel Fett.

Diese aufgeblähten Fettzellen drücken auf die Septen. Die Blut- und Lymphgefässe, die entlang dieser Wände wie Stromkabel verlaufen, werden ebenfalls komprimiert.

Es bilden sich Micro-Ödeme (Wassereinlagerungen), welche die Lage noch verschärfen.

Die Trennwände ziehen die Haut in die Tiefe, während die aufgeblähten Fettzellen nach aussen stossen.

 

Die Subkutis ist eine dünne Fettschicht unter der Haut.

Die Cellulite kann sich in der Subcutis entwickeln.

 

Die Folge ist bekannt: Die Haut bekommt Dellen. Die Trennwände werden hart, sie verlieren ihre Elastizität, fibrosieren und bilden eine Art Barriere. Das Fett und das Wasser sind hermetisch im verhärteten Bindegewebe eingeschlossen. Sport und Diät können gegen diese Fettschicht nichts ausrichten, weil Sie „unter Schloss und Riegel“ eingesperrt ist.

Um der Cellulite effizient beizukommen, müssen wir die „Barrieren“ aufheben. Erst dann können wir die eingeschlafenen Fettzellen wecken und sie für die Fettverbrennung zugänglich machen!

Hier sehen Sie die Unterschiede zwischen der weiblichen und der männlichen subcutanen Fettschicht:

 

Die Septen, also die Bindegewebefasern, welche die Subcutis unterteilen, sind senkrecht angeordnet.

Subcutis der Frau


 

Die Frauen

Die Septen, also die Bindegewebefasern, welche die Subcutis unterteilen, sind senkrecht angeordnet. Hormonell bedingt speichern die Fettzellen viel Fett. Die Dermis ist ziemlich dünn. Die Fettkammern sind gross. Wasser kann leicht gespeichert werden.

Wenn die Fettzellen an Volumen zunehmen, üben sie Druck auf die Septen aus. Diese verformen sich und ziehen sich zusammen. Die Orangenhaut wir sichtbar.

 

Bei Männern ist die Subcutis anders strukturiert.

Subcutis des Mannes


 

Die Männer

Bei Männern ist die Subcutis anders strukturiert. Die Septen sind schräg angeordnet, Kreuz und quer. Die Dermis ist dick und kompakt. Die Hormone haben keinen Einfluss auf die Fetteinlagerung. Die Fettschicht verändert sich nicht.

Es gibt nicht eine Cellulite, sondern drei!
 

Drei Faktoren bestimmen die Cellulite:

1. das Wasser, das im Gewebe stagniert
2. die Fibrose der Septen, die eine Barriere bilden und somit Fett und Wasser einschliesssen
3. die Fetteinlagerungen, die auf die Verbrennung schlecht ansprechen

Je nach dominierendem Faktor unterscheiden wir drei Celluliten: die ödematöse, die fibröse und die adipöse Cellulite. Die Behandlung hängt dann vom Hautfaktor ab.

Aber: Was machen, wenn die üblichen Lösungsansätze, Sport und Ernährung, nicht in der Lage sind, die Fettdepots in der unteren Körperhälfte zu beeinflussen? Damit das „eingeschlossene“ Fett abgebaut wird, müssen wir sie stimulieren. Die Stimulation muss mechanisch sein. Und sie muss individuell angepasst sein.

Das bedeutet, dass wir je nach Fall, die Prioritäten anders gewichten müssen.

– Wenn die Wasserretention dominiert, müssen wir hauptsächlich drainieren.

– Wenn die Fettdepots dominieren, müssen wir mit einer tiefen Massage beginnen, um die eingeschlafenen Fettzellen zu wecken.

– Wenn die Fibrose wichtig ist, wird eine intensive Hautgymnastik die verhärteten Fasern wieder weich und elastisch machen.

 
Diese vielfältigen Wirkungen können wir mit einer mechanischen Massage erreichen. Die beste mechanische Massage die ich kenne ist die Lipomassage.
 
 
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2017-05-12T07:18:08+00:0022 Apr 2016|Cellulite|0 Comments

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